Asterion-Sailing: Jachten in top Qualität chartern
08/03/2020
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Erste Chartererfahrungen als Jung-Skipper

Ein ehemaliger Kursteilnehmer berichtet über seine erste Chartererfahrung als Skipper:

Jetzt geht’s los!

Nach bestandener Theorieprüfung (dank Onlinekurs von hochamwind) und nach dem Erreichen der 1000sm letztes Jahr im Frühling, sandte ich alle meine Unterlagen an den CCS. Gleichzeitig ging’s an die Planung des ersten Törns im Herbst mit meiner Familie. Ich wusste, jetzt gehts los! Aber als frischgebackener Skipper hatte ich auch enormen Respekt vor der Verantwortung und so war es mir wichtig, ein einfaches und gut geeignetes Revier und ein gut gewartetes Schiff zu finden.

Hat man den Hochseeschein in der Tasche, gilt es den Sprung ins (angenehm warme) Wasser zu wagen.

Ich kannte bereits die kleine Charterfirma Asterion Sailing im ionischen Meer, welche von Schweizern und Griechen geführt wird (s. Beitrag über Asterion Sailing), denn ich hatte mal einen Meilentörn dort gemacht und eine Jacht von Korfu nach Athen mit einem Skipper überführt. Ich habe Kids im Teenager-Alter, also musste eine Jacht mit 4 Kojen her – entschied der Familienrat. Ich persönlich hätte für den Anfang lieber ein etwas kleineres Schiff gechartert, aber so wurde es gleich eine Bavaria 46C, Baujahr 2016, eine schon ordentliche Jacht mit viel Platz und auch entsprechend lang.

„Unsere“ Delos, Bavaria 46 Cruiser. Hier ein Prospekt-Foto von Asterion Sailing.

Gutes Einsteiger-Revier

Wie kam ich auf das Ionische Meer? Das Ionische Meer gilt als Leichtwind-Revier und scheint mir auch heute noch ideal für den Start. Es gibt zahlreiche Routenmöglichkeiten, viele Ausweichvarianten, viele Häfen und gut geschützte Buchten. Meist ist am morgen wenig Wind und erst am Nachmittag bauen sich dann mit 3-5 Bft perfekte Segelbedingungen auf. Ausserdem gibt es Direktflüge von Zürich nach Korfu, wo die Asterion Sailing ihre Base hat. Das Meer ist warm, die Griechen sind freundlich und das Leben ist meist sehr bezahlbar.

Dem Skipper soll es gut gehen!

Die Charterfirma hat zwar nur wenige Schiffe, aber diese sind bestens gepflegt und gut ausgerüstet. Man merkt, die Ausstattung wurde von Leuten komplettiert, welche selber auch segeln und wissen, worauf es ankommt. Es sind die kleinen Extras, die letztendlich viel ausmachen.

Da wir nur eine Woche Zeit hatten, entschieden wir uns, einen Rundschlag um Korfu und um die südlich gelegenen Inseln Paxi und Anti-Paxi zu machen. Korfu selber ist schon sehr schön und die beiden Inseln im Süden gelten mit Recht als Juwelen des Ionischen Meers mit wunderschönen Buchten und dem absolut spektakulären Hafen Gajos.

Parkplatz direkt vor der Taverna

Highlights der Woche waren dann auch die zahlreichen Buchten, wo problemlos geankert wurde, dann sicher das Hafenstädlein Gajos auf der Insel Paxi, die Bucht Lakka oder auch der kleine Fischerhafen Petriti, den wir mehr aus Zufall zum Schutz vor einem Gewitter aufsuchten und am Ende begeistert waren. Die beiden Inseln im Süden bieten spektakuläre Ankerbuchten mit glasklarem Wasser und weissem Sandboden. Das Wasser war Anfang Oktober noch angenehm warm und perfekt zum schnorcheln und baden.

Voutomi Beach, Anti-Paxi

Anker-Romantik pur

Unkompliziert und kundenorientiert

Am Ende der Woche war die Abgabe der Jacht eine kurze Angelegenheit. Der gleiche Mann, der mir das Schiff erklärt hatte, kam an Bord, frage mich: «Sir, is everything ok?», schaute sich mit routiniertem Blick schnell die wichtigsten Punkte auf dem Schiff an und sagte mir dann, das alles gut sei. Auch der Base Manager kam vorbei, fragte, ob alles gut gewesen war mit dem Boot und wie es uns gelaufen sei. Ich hatte das Gefühl, dass ihnen der Kontakt zu den Kunden wichtig war.

Mitte der Woche gab es heftige Gewitter und herausfordernde Entscheidungen zu treffen

Als Jung-Skipper war ich während dieser Woche einige Male ziemlich gefordert. Einmal verloren wir unterwegs unser Dinghi, nicht alle Ankermanöver waren problemlos, es kam eine ordentliche Gewitterfront in der Mitte der Woche auf, eine Ankerbucht war am Abend richtig voll, etc. In diesen Momenten war ich froh, das ich mir ein eher einfaches Revier und eine Jacht mit guter Qualität ausgesucht habe und mit einem guten Gefühl mein «erstes Mal» bestanden habe.

Jan

In der Hafeneinfahrt Gajos. Wegen des aufkommenden Gewitters mit leichter Regenjacke